St. Anna und St. Katharina - Kirche am Lutherweg

Der Strengbach – Radwanderweg

Von der Quelle bis zur Mündung


Der Strengbach ist nicht nur ein bedeutender Flachlandbach, sondern er fließt, bis auf wenige Meter, bei einer Gesamtlänge von ca. 33 km ausschließlich durch anhaltinisches Gebiet. Das Quellgebiet liegt südlich von Glesien am Rand des nördlichen Rollfeldes des Schkeuditzer Flughafens. Der Strengbach mündet ca. 2 km westlich von Zörbig in das Flüsschen Fuhne. Der Höhenunterschied von der Quelle bis zur Mündung beträgt ca. 45 m.

Will man dem Verlauf des Baches von Glesien nach Zörbig mit dem Rad folgen, so kann man auf einen Teil der Strecke auf gut ausgebauten Radwegen fahren, muss aber auch auf Landstraßen ausweichen.

Im ersten Überblick können wir der Reihe nach, die vom Strengbach durchfließenden Orte und Ortsteile nennen, die bei einer Radtour entlang des Baches zu durchfahren sind.

Glesien – Wiesena – Wiedemar – Sietzsch – Lohnsdorf – Reinsdorf – Gollma – Landsberg – Gütz – Wölls Petersdorf – Spickendorf – Schwerz – Dammendorf – Quetzdölsdorf – Spören – Prussendorf – Zörbig – Mösslitz

Unsere Gützer Kirche liegt nur wenige Meter sowohl am Strengbach als auch am vorgeschlagenen Radwanderweg.

Deshalb und weil der Ortsteil Gütz in etwa auf der Hälfte von der Quelle zur Mündung des Baches liegt, schlagen wir vor, die Beschreibung der Radwanderung entlang des Strengbachs in 2 Touren aufzuteilen. Von Gütz, von unserer Kirche aus, soll es einmal zurück in Richtung Glesien, also zur Quelle gehen und die 2. Tour wollen wir von Gütz aus, dem weiteren Bachverlauf bis zur Mündung folgend, befahren. Die Beschreibung des Radwanderweges geht einher mit Hinweisen zum Bachverlauf und mit Fingerzeigen auf kleinere „Sehenswürdigkeiten“ links und rechts des Weges.

1. Tour von Gütz / Kirche zur Mündung in die Fuhne

1.Etappe : bis nach Schwerz über Wölls – Petersdorf und Spickendorf

blaue Linie - Strengbachverlauf

rote Linie - Radwanderweg

Wir beginnen unsere Radtour an der Kirche zu Gütz, in der Florian Geyer Str., in der Mitte des Ortsteiles. Bis zur Otto-Quandt Str. sind es nur ca. 150 m. Hier biegen wir nach rechts in Richtung auf die B 100 ab. Nach 200 m folgen wir dem rechts abgehenden Wiesenweg, der am Ortsausgang in den neu angelegten Fahrradweg nach Wölls- Petersdorf übergeht. Kurz vor der Unterführung (B 100) wechselt der Fahrradweg über den Bach. Leicht abschüssig folgen wir in die Tunnelunterführung. Hier wird empfohlen vom Rad zu steigen, um die Fußgänger im Tunnel nicht zu gefährden.

Der Strengbach und der Radweg werden gemeinsam durch die Unterführung geführt. Die Stahlkonstruktion kann in einem bestimmten Maß sich den Wasserständen des Baches angleichen, sodass man bis auf extreme Wasserstände des Baches immer trockenen Fußes bzw. mit dem Rad den Tunnel passieren kann. Nach dem Tunnel gibt es einen kurzen aber steilen Anstieg, danach führt der Fahrradweg entlang dem Bach bis an den Ortseingang Wölls- Petersdorf auf Höhe der „Spickendorfer Keramikscheune“.

Wir biegen rechts nach dem Ende des Fahrradwegs in die Bernhard Brühl- Straße ein und halten uns bei der Ortsdurchfahrt immer rechts, der Strengbach fließt im Ort zunächst entlang von Privatgrundstücken, abseits der durch den Ort führenden Straßen. Von der Straße aus rechts kann man gut das ehemalige Herrenhaus des Troitzscher Gutes sehen, welches zurzeit grundsaniert wird.

Nach ca. weiteren 150 m beginnt rechts nach einer kleinen Holzbrücke über den Strengbach wieder ein Fahrradweg, der bis zum Ortsausgang von Wölls- Petersdorf und weiter nach Spickendorf führt. Nahe der Neubausiedlung, auf der Seite zum ehemaligen Tenniscenter, muss noch einmal ein kurzes Stück Straße befahren werden. Der Fahrradweg entlang dem Strengbach bis Spickendorf ist wie mit dem „Lineal“ gezogen. Ein Lob an die Gemeinde Wölls- Petersdorf, der gesamte Bachverlauf im Ort ist in einem sehr gut gepflegtem Zustand.

In Spickendorf angekommen, endet der Fahrradweg und wir müssen die Landstraße nach Schwerz benutzen. Man kann aber einen Abstecher durch den Ortskern machen und dabei an der Gaststätte vorbei dem Bachverlauf folgen. Nach weiteren 150 m führt zur Linken eine Brücke über den Strengbach und wir fahren bis zur Autolackiererei und biegen nach rechts ab, um an der Dorfkirche vorbei zu einer kleinen Anlage mit verschiedenen, aufgestellten Steinen mit Inschriften zu gelangen. Hier kann man noch einmal den Bach von einer kleinen Brücke aus sehen, bevor er an Grundstücken vorbei die Ortslage verlässt.

Auf der Landstraße nach Schwerz sieht man im Abstand von rund 200 m rechts über ein großes Ackergrundstück den Strengbach. In Schwerz fahren wir über eine Brücke am Dorfteich, wo der Strengbach die Ortsdurchfahrt kreuzt.

Neu ab Oktober 2010

Für die Hin- und die Rückfahrt kann man nun von Spickendorf aus den alten Feldweg als Radweg befahren, da das knapp einen  Kilometer lange Stück asphaltiert wurde.

Der Radweg, der Bach und einiges Interessantes am Radweg in Bildern

2. Etappe : von Schwerz über Dammendorf, mit einem Abstecher über Ouetzdölsdorf / Zeschdorf nach Spören

Nach einem Halt bei der Brücke über den Strengbach unmittelbar am Dorfteich in Schwerz setzen wir unsere Fahrt mit dem Fahrrad auf der Landstraße fort. Zunächst durchqueren wir den Ort in Richtung Zörbig, biegen aber am Ortsausgang nicht auf der Hauptstraße nach rechts ab, sondern radeln geradeaus auf einer schönen Asphaltstraße in Richtung Dammendorf. Dabei bleibt der Strengbach immer links in Fahrtrichtung. Er schlängelt sich, ab von der Straße, durch ein stark verwachsenes Bachbett.

Nach der Ortsdurchfahrt, die leicht abschüssig ist, sehen wir unseren Bach, da er wieder einmal die Straße kreuzt. Der direkte Weg geht geradeaus, leicht ansteigend, auf einem gut ausgebauten Landwirtschaftsweg über ca. 3,5 km nach Spören. Folgt man aber dem Strengbach über einen Radweg durch ein angrenzendes kleines Wohngebiet, erreicht man eine Landstraße, die uns nach Quetzdölsdorf führt. Der Strengbach macht hier einen großen Bogen und verläuft das letzte Stück auf den Ort zu, direkt einher mit dem für den Ort recht groß angelegten Dorf- oder Gutsteich.

Von der Landstraße kann man zwischen Bach und Teich einen kleinen Weg benutzen, um zum alten Gutshaus zu kommen. Zurück auf der Straße und der Brücke über den Strengbach verlassen wir den Ortskern und fahren über die Zeschdorfer Straße immer entlang dem Bachverlauf. Während der Bach von Zeschdorf nach Spören in einer Senke zwischen den Äckern seinen Weg sucht, gelangen wir wieder auf den Landwirtschaftsweg nach Spören. Vom Radweg aus, kann man links gut den Petersberg erkennen.

Bei leicht abschüssigen Weg treffen wir in Spören am Ortseingang auf die Verbindungsstraße zwischen der L 141 – Halle / Zörbig – und der L 143 – Landsberg / Zörbig . Wir fahren nach rechts weiter in den Ort. Eine kleine Rast kann man nutzen, um sich die in einem guten Zustand befindliche Dorfkirche und die kleine Kapelle auf dem Friedhof anzuschauen. Wenn man den Kirchturm genauer betrachtet, so kann man durchaus Parallelen zum Kirchturm der Gützer Kirche in der Zeit von 1854 – 1883 erkennen, also, bevor die Kirche im Ortsteil von Landsberg seine heutige Turmspitze erhielt.

3. Etappe : von Spören an die Einmündung des Strengbaches in die Fuhne

Wenn man diesen Abschnitt an einem Nachmittag in Ruhe angehen will, dann bietet es sich an, dass man mit dem Auto bis nach Spören an die Kirche fährt, dort sind ausreichend Parkplätze vorhanden, und die Radwanderung nahe der Kirche beginnt. Von hier bis zur Einmündung in die Fuhne und wieder zurück, fährt man ca. 17 km auf dem Radwanderweg. Von der Hauptstraße fährt man zur Schulstraße und folgt dem Verlauf der Straße in Richtung Sportplatz. Den Sportplatz am Rande der Ortslage lässt man rechts liegen und radelt entlang der Wiesen und Pferdekoppeln des Landesgestüts Prussendorf, welches wir immer zur Linken sehen, in Richtung auf Zörbig zu. Nach ca. 2 km wechselt der Radweg an einem Landwirtschaftsweg und der Strengbach fließt nun direkt am Radweg bis zum Ortsrand Zörbig immer rechts in Fahrtrichtung. In Zörbig stößt man direkt auf eine Gartensiedlung, die man entweder rechts liegen lässt und auf einem Feldweg bis zum Sportplatz weiter fährt oder man überquert eine kleine Brücke über den Strengbach und nimmt einen kleinen Umweg in Kauf durch die Siedlung. An einer Sporthalle hält man sich gleich links und kommt so wieder zum Sportplatz und den Strengbach. Bis zur Landstraße Zörbig – Halle sind es nun nur noch ca. 200 m. Wenn man in Richtung Halle nach 50 m die Straße überquert, dann setzt man die Fahrt in der Mösslitzer Straße fort. Am Ende der Straße trifft man auf einen Bahnüberweg eines stillgelegten Anschlussbahngleises und danach führt der Radweg direkt bis zum Schloss und Gut Mösslitz. Am Basketballplatz vorbei geht der Radweg weiter durch den Park und verlässt die Anlage über eine Holzbrücke. Der nun folgende Abschnitt des Radweges ist ein schmaler Feldweg, der dann auf ein Straßenstück einer untergeordneten Landstraße in Richtung Löbersdorf führt. An der nächsten Wegkreuzung hält man sich rechts und folgt einen gut angelegten Radweg, der 2 Spuren besitzt. An der nächsten Weggabelung biegen wir links ab und fahren bis zur B 183 vor. Nach der Überquerung der viel befahrenen Bundesstraße setzen wir die Fahrt fort und nehmen an der nach 50 m kommenden Kreuzung den Weg nach links in Richtung Radegast. Nach einem Kilometer sind wir am Ziel und sehen das Denkmal unmittelbar am Radwanderweg, nur wenige Meter von der Bundesstraße und vielleicht gut 100 m von der Einmündung des Strengbaches auf der anderen Seite des Autostraße entfernt, stehen.

2. Tour von der Kirche in Gütz zur Quelle des Strengbachs nach Glesien

1.Etappe von Gütz nach Lohnsdorf

Von der Kirche fährt man nur ca. 100 m bis zur Otto Quant- Str. und folgt dann dem Radweg nach Landsberg. Will man unmittelbar am Bachverlauf fahren, so beginnt man seine Tour auf der Rückseite der Kirche am Weidenplan, fährt über den Spickendorfer Weg bis zur Florian Geyer-Str. und nimmt den Weg durch die Neubausiedlung, am Habichtsfang  stößt man dann wieder auf die Otto Quant-Str. Am Einkaufspark NETTO und NP hält man sich rechts und umfährt das Gelände. Hinter dem NP beginnt der Radweg wieder und führt bis zur Feuerwehr in Landsberg. Nun kann man sich entscheiden, ob man weiter unmittelbar dem Bachverlauf folgt, dann muss man links am Feuerwehrgebäude in die R. Luxemburg Sraße  einbiegen oder man fährt auf dem Radweg rechts direkt auf Gollma zu. Wir folgen dem Strengbach und fahren in südlicher Richtung unterhalb der Stadt Landsberg bis der Radweg dann rechts abbiegt und mit dem Bach einschwenkt in Richtung des Ortsteils Gollma.. In Gollma biegen wir nach rechts ab und treffen am Ortsausgang in Richtung Landsberg/Reinsdorf  in der Kurve auf den  Radweg. Nun durchfahren wir den Ort und treffen auf den Wander- und Radweg von Reinsdorf nach Gollma. Hier hält man sich links und fährt  über eine Brücke des Strengbachs auf die Gollmer Kirche zu. Dem Straßenverlauf folgend wird der Ort durchfahren, wobei man aufgrund des schlechten Straßenpflasters den nicht ausgebauten Fußweg benutzen sollte. Am Ortsausgang erfreut uns ein neu angelegter asphaltierter Radweg, der bis zur Bahnüberführung Halle- Delitzsch geht. Nach der Gleisüberquerung sollte man den Fuß- und Fahrradweg bis nach Lohnsdorf benutzen. In Lohnsdorf trifft man wieder am Dorfplatz auf den Strengbach. Diese Etappe eignet sich für einen kleinen Nachmittagsausflug, legt man doch von Gütz nach Lohnsdorf und zurück, knapp 12 -13 Kilometer zurück.

2. Etappe von Lohnsdorf über Sietzsch nach Wiedemar

Von Lohnsdorf nach Sietzsch kann man drei verschiedene Wege bzw. Straßen befahren. Ein richtig ausgebauter Radweg ist nicht vorhanden. Da ist zum einen die Landstraße nach Sietzsch bzw. Bageritz, die aber wohl doch zu stark befahren ist. Die Dorfstraße durch den Ort Lohnsdorf und weiter bis nach Sietzsch bietet sich da eher an, ist aber durch Kopfsteinpflaster mit Sommerweg ebenfalls nicht gut zu befahren. Im Ort selbst kann man eine kleine Durchfahrtstraße benutzen und dann am kleinen Teich rechts  auf einen schmalen Weg entlang der Wiesen zwischen beiden Orten, wenn es nicht allzuviel geregnet hat, bis nach Sietzsch fahren. Man kommt dann unweit der Dorfkirche in den Ort. Im Ort trifft man auf die Verbindungsstraße zwischen Bageritz und dem Gewerbegebiet an der A 9. Der Strengbach fließt durch den Ort und am Ortsausgang fahren wir auf der Straße zum Gewerbegebiet und nach Wiedemar weiter. Der Bach kommt von Wiedemar aus uns auf der rechten Seite entgegen.

3. Etappe von Wiedemar nach Glesien bis zur Quelle

Vom Gewerbegebiet kommend fährt man auf die Landstraße von Queis in Richtung der Autobahn A9. In den Ort Wiedemar biegt man dann rechts ein. Der Straßenverlauf führt sofort auf die Ausfahrtstraße nach Wiesenena. Will man einen kleinen Halt einlegen, dann kann man in den Ort nach rechts wiederum einbiegen und gelangt zum einen zur Kirche und zum anderen an den darunter fließenden Strengbach.

Die Weiterfahrt in Richtung Wiesenena wird nach ca. 200 m auf der Landstraße mit einem Schwenk nach links auf einen Schotterweg fortgesetzt. Am Schotterweg, der entlang parallel zur A 9 verläuft, steht ein „Gedenkstein“, der an das EU -Vorhaben „Strengbach“ erinnert.

Nach 1,5 km trifft man dann, kurz vor der Brücke über die Autobahn auf die Landstraße von Wiesenena nach Glesien. Der Bachverlauf unter der Autobahn hindurch, verläuft kaum 50 m entfernt in Richtung Wiedemar. In Glesien kann man verschiedene Straßen für die Ortsdurchfahrt nutzen. Am einfachsten ist wohl der Verlauf, wenn man der Ernst Thälmann- Straße in Richtung Leipzig folgt. Eine weitere Möglichkeit besteht, wenn man in die Grünstraße einbiegt und in der Karl- Liebknecht- Straße weiterfährt. Letztlich sollte man immer den Schkeuditzer Flughafen rechts von Glesien näher kommen.

In Höhe der Kirche bzw. auch in Höhe des Komplexes der Ortsfeuerwehr ist der Bachverlauf in einer großen Röhre unterirdisch weitergeführt. Zur Start- und Ladebahn Nord hin, tritt der Bach wieder an die „Öffentlichkeit“ und kann gut über entsprechend gut ausgebaute Rad- und Wanderwege bis zu seiner Quelle verfolgt werden.

Direkt an der Flughafeneinzäunung kann man den Strengbach bzw. auch das Oberflächenwasser von der Start- und Landebahn in die ausgebauten Teichbecken fließen sehen. Weiter am Zaun entlang trifft man wieder auf einen Schotterweg, der zurück zur Thälmannstraße führt. Auf halben Weg tritt zur Rechten direkt am Weg aus einem Graben Wasser aus, das dann ebenfalls in das Teichsystem eingeleitet wird, was zum Ort hin, den Strengbach füllt.

Mit dieser Veröffentlichung wollen wir den Bewohnern von Landsberg und des Saalekreises und darüber hinaus allen Besuchern, den Radwanderweg entlang des Strengbaches von der Quelle bis zur Mündung nahe bringen. Vieles kann man in der offenen Landschaft in unserer näheren Umgebung ausmachen und beobachten. Viele Teile des Radweges sind bereits gut ausgebaut bzw. angelegt, sodass man viele Kilometer abseits der Landstraßen fahren kann.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erholung!